Mein Angebot
Mein Yogaunterricht
Ich bin eine von der Yoga Alliance zertifizierte Yogalehrerin und unterrichte in Augsburg und Umgebung seit 2019 (mehr zu meinem Werdegang und meinen Ausbildungen findest du im Bereich „Über Mich“). In den ersten Jahren unterrichtete ich vor allem Vinyasa Flow, Hatha Flow und Yin Yoga. Vor allem im Yin Yoga baue ich bis heute gerne Myofascial Release-Techniken (kurz gesagt: Selbstmassage mit Tennisbällen/ MyoYin) in meinen Unterricht mit ein.
Doch wie es bei den meisten Yogalehrer*innen der Fall ist, entwickelt man sich ständig weiter. So spielen seit Ende 2021 die Bereiche Embodiment und Somatics (durch die Linse von Body-Mind-Centering nach Bonnie Bainbridge Cohen) eine zentrale Rolle in meiner eigenen Praxis und in meinem Unterricht. Ich bin dabei, genauso wie meine Lehrerin Satu Tuomela und ihre Schule Authentic Flow, inspiriert von der non-dualen tantrischen Philosophie.
„Soma“ ist das altgriechische Wort für „Körper“ und auch im Wort „Em-bodi-ment“ steckt der Körper drin. Wir nutzen hier also den Körper als zentrales Tool, um in die Verbindung zu kommen. Mit uns selbst, aber auch mit der Welt um uns herum. Dabei spielt Interozeption eine große Rolle und das bewusste Ansteuern bestimmter Körpersysteme, aus denen der Ausdruck, die Bewegung erwacht. Es gibt immer Raum für intuitive, freie Bewegung, bei denen der Kopf nicht vorgibt, was zu tun ist, sondern wirklich der Körper das Ruder übernimmt.
Ich nutze in all meinen Yogastunden Musik auf möglichst sensible Art und Weise, da ich davon überzeugt bin, dass Musik ein Medium ist, das dir den Weg zu tiefer liegenden Ebenen erleichtern kann.
Also was unterrichte ich nun eigentlich? Somatische Techniken sind aus meinem Unterricht nicht mehr wegzudenken, deswegen webe ich sie (mal mehr, mal weniger) in all meinen Stunden mit ein. Aus meinen klassischen Vinyasa Flow-Stunden wurde Somatic Yoga Flow oder Embodied Yoga. Aus klassischem Yin Yoga wurde Embodied Yin. Mit auf der Palette ist immer noch Myofascial Release bzw. MyoYin und relativ neu dabei: Somatic Yoga Nidra.
Back to Basics: Was ist Yoga?
Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien und gehen mindestens 5000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit, wo yuj so viel bedeutet wie Einheit, Verbindung und Integration. Im Yoga wollen wir also Verbindungen schaffen zwischen dem Körper, dem Atem, dem Geist und der Seele, um dadurch Einheit zu erlangen. Doch es geht auch darum, die größere Einheit zu erkennen, nämlich dass wir ein Teil des großen Ganzen sind. Yogi und Philosoph Patanjali, der Überlieferungen zufolge irgendwann zwischen 300 v. Chr. Und 200 n. Chr. lebte, definierte Yoga in seinen Yogasutren mit den Worten yogas chitta vritti nirodhah. Das heißt, dass wir durch Yoga lernen, unsere unruhigen Gedankenwellen zu zügeln, also salopp gesagt, einfach mal unser ständiges Gedankenkarussell abzubremsen und Ruhe einkehren zu lassen.
In der westlichen Welt wird Yoga meistens rein auf den körperlichen Aspekt, also die verschieden Haltungen (=Asanas) bezogen. Doch Yoga ist bei weitem nicht nur Asana; Der achtgliedrige Pfad des Yoga besteht zufolge von Patanjali aus den folgenden aufeinander aufbauenden Säulen: yamas und niyamas (grundlegende ethische Verhaltensregeln und Formen von Selbstdisziplin), asana (Körperübungen), pranayama (Atemübungen), pratyahara (Zurückziehen der Sinne), dharana (Fokus und Konzentration), dhyana (Meditation und innere Einkehr), samadhi (Glückseligkeit, Erleuchtung, Einheit). Asana ist also tatsächlich nur ein Achtel von dem, was Yoga eigentlich ausmacht. Ursprünglich wurden die körperlichen Haltungen nur praktiziert, um den Körper bestmöglich auf die anschließende sitzende Meditation vorzubereiten.
„Yoga is not about reaching your toes, it is about what you learn on the way down // Im Yoga geht es nicht darum, seine Zehen zu berühren. Es geht darum, was man auf dem Weg nach unten lernt.“ - Dr. Jigar Gor
Und nun ganz wichtig - Yoga kann absolut jede*r machen. So oft haben wir Yogalehrenden schon den Satz gehört, „Ich kann kein Yoga, weil ich nicht flexibel genug bin/weil ich nicht so lange still sitzen kann/weil etc. pp.“ Doch es geht nicht darum, ob man im Schneidersitz sitzen oder die Asana xy meistern kann. Es geht darum, wieder zurück zu dir selbst zu finden, dich selbst und deinen Körper kennen und spüren zu lernen. Dich mit deiner Atmung zu verbinden, zu lernen im Hier und Jetzt zu sein und die Gedanken nichts mehr als Gedanken sein zu lassen.
Mit einer Yogastunde tust du dir sowohl auf körperlicher als auch mentaler Ebene etwas Gutes. Hier kannst du bewusst den Alltag draußen lassen und dich ganz auf dich und deinen Körper konzentrieren. Du lernst dein Körperbewusstsein zu stärken und dich achtsam und aufmerksam zu bewegen. Der Körper wird gekräftigt, gedehnt, stabilisiert und ausbalanciert und du wirst mit ein wenig Übung merken, dass sich das automatisch auch auf andere Ebenen auswirken wird.